Lemon-Workshop:
„Psychologische Sicherheit in Strategieprozessen. Schweigen erkennen und Umsetzung stärken“
Dieser Lemon Workshop richtet den Blick auf dieses „organisationale“ Schweigen: Wie es heute verstärkt entsteht und woran es erkennbar ist. Schweigen belastet dabei auch die Beteiligten selbst. Weil es mehrdeutig bleibt, beschäftigt es sie weiter: Was war da los? War das wirklich Zustimmung oder Vorsicht? Diese Deutungsarbeit kostet Aufmerksamkeit, die für die eigentliche Aufgabe fehlt. Es gibt belastbare Erkenntnisse, wie Führungskräfte und Prozessverantwortliche Bedingungen schaffen, unter denen Fragen und Einwände früh genug hörbar werden, mit dem Ziel, die Qualität und Umsetzbarkeit strategischer Entscheidungen zu erhöhen.
Ihr Nutzen
Nach 60 Minuten haben Sie:
- Schweigen als Steuerungsinformation gelesen. Sie erkennen, warum Menschen in Strategieprozessen schweigen und was aktuelle Forschung dazu zeigt.
- Wirksame Tools für gestärkte Umsetzung kennengelernt. Sie wissen, wie sich Bedenken so aufgreifen lassen, dass sie den Prozess verbessern, statt ihn zu verlangsamen.
| Wann: | 19.11.2026, 08.3o – 09.3o |
| Dauer: | 60 Minuten |
| Durchführung: | online |
| Leitung: | Dagmar Untermarzoner-Lobnig |
| Zielgruppe: | Führungskräfte, Verantwortliche für HR, Strategie, Transformation und Change, interne Change-Begleiter:innen |
| Teilnahme: | kostenfrei, Anmeldung erforderlich, begrenzte Teilnehmendenzahl |
| Arbeitsweise: | kompakter, wissenschaftlich fundierter Input, anonymisierte Fallvignette und Transferimpulse |
| Einsatzmöglichkeiten: | als Auftaktimpuls in Strategie- und Reorganisationsprozessen, als Baustein in Führungskräfteprogrammen oder als Kurzformat für Führungsklausuren |
| Kompetenzbereiche: | Führungskommunikation, Change-Management, psychologische Sicherheit, Beteiligung |
Unser Zugang
Dieses Format ergänzt zwei weitere bereits durchgeführte Workshops unserer Reihe — und setzt bewusst an einer anderen Stelle an.
Der Workshop „Unsicherheiten im Change und Emotionsvalidierung“ arbeitet an der einzelnen Gesprächssituation: Wie greife ich eine geäußerte Sorge gut auf? Der Workshop „Quiet Quitting als Weckruf“ betrachtet den dauerhaften Rückzug von Engagement, wenn Organisation und Mitarbeitendenbedürfnisse nicht zusammenpassen.
Hier geht es um etwas anderes: nicht um zurückgehaltenes Engagement, sondern um zurückgehaltenes Wissen. Menschen können hoch engagiert sein und in einem Strategieprozess dennoch schweigen — weil sie den Zeitpunkt für falsch halten, keine Wirkung erwarten oder befürchten, als bremsend zu gelten. Schweigen ist dann kein Motivationsproblem, sondern eine Frage der Prozessgestaltung.
Der Workshop richtet den Blick auf typische organisationale Dynamiken und arbeitet praxisnah, vertraulichkeitsbewusst und nicht therapeutisch. Persönliche Erfahrungen dürfen, müssen aber nicht eingebracht werden.



